Neuer Bürgermeister, neue Aufgaben: Sven Behr im Interview | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Nach acht Jahren im Gemeinderat übernimmt Sven Behr das Bürgermeisteramt in Welle. Im Interview spricht er über seine Motivation, aktuelle Herausforderungen und seine Vorstellungen für die Zukunft unserer Gemeinde. Dabei setzt er auf Zusammenhalt, offene Gespräche und gemeinsame Lösungen.

Neuer Bürgermeister, neue Aufgaben: Sven Behr im Interview

Fünf Fragen an unseren neuen Bürgermeister

Mit der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats am 4. November 2026 hat für Sven Behr ein neuer Abschnitt begonnen. Nach acht Jahren im Gemeinderat übernimmt er nun das Amt des Bürgermeisters und tritt damit die Nachfolge von Gerd Schröder an.

Doch was hat ihn zu diesem Schritt bewegt? Welche Themen möchte er angehen und was ist ihm im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig?

Wir haben Sven fünf Fragen gestellt, um ihn und seine Vorstellungen für die kommenden Jahre näher kennenzulernen.

Was hat dich dazu motiviert, das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen, und was bedeutet dir diese Aufgabe persönlich?

Ich bin jetzt seit acht Jahren im Gemeinderat und habe in dieser Zeit gemerkt, wie viel Freude es mir macht, mich für unsere Gemeinde einzusetzen und gemeinsam etwas zu bewegen.

Mit der Zeit ist daraus der Wunsch entstanden, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Besonders gefreut hat mich natürlich, dass auch unser bisheriger Bürgermeister Gerd Schröder mich als seinen Nachfolger gewünscht hat. Das war für mich ein großer Vertrauensbeweis.

Gerd hat über viele Jahre wirklich viel für unsere Gemeinde getan. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich möchte auf seiner Arbeit aufbauen, Bewährtes fortführen, aber natürlich auch eigene Ideen einbringen.

Meine Familie und ich leben seit über 25 Jahren in Kampen. Hier sind unsere drei Söhne aufgewachsen, hier sind wir zu Hause. Deshalb liegt mir die Zukunft unserer Gemeinde auch persönlich sehr am Herzen.

Ich freue mich auf die neue Aufgabe und darauf, gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Bürgerinnen und Bürgern unsere Gemeinde weiterzuentwickeln.

Welche Themen und Herausforderungen siehst du in den kommenden Jahren für unsere Gemeinde?

Da gibt es sicherlich einiges zu tun!

Mir ist vor allem wichtig, dass wir unsere Gemeinde als Ganzes im Blick behalten. Alle Ortsteile sollen sich gut entwickeln können, ohne dabei ihren dörflichen Charakter zu verlieren.

Dazu gehören für mich ein gepflegtes Ortsbild, eine gute Infrastruktur, sichere Straßen, der Erhalt unserer Natur und natürlich auch die Unterstützung unserer örtlichen Betriebe.

Ein Thema, das uns aktuell besonders beschäftigt, ist die Verkehrssicherheit, insbesondere an der B3. Hierzu habe ich erst vor wenigen Tagen ein sehr konstruktives Gespräch mit Vertretern des Landkreises, der Polizei und der Straßenbaubehörde geführt. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam Verbesserungen auf den Weg bringen können.

Auch die weitere Entwicklung des Baugebietes "Dreyers Feld" ist ein wichtiges Thema. Hier gibt es unterschiedliche Interessen und Sichtweisen, die wir ernst nehmen müssen. Ich hoffe sehr, dass es uns gelingt, im gemeinsamen Dialog einen tragfähigen Konsens und eine einvernehmliche Lösung zu finden, mit der möglichst alle Beteiligten gut leben können.

Ein weiteres Thema ist die Zukunft unseres alten Rathauses. Hier möchte ich gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Bürgerinnen und Bürgern überlegen, wie eine sinnvolle und langfristige Lösung aussehen könnte.

Eine Herausforderung wird sicherlich sein, die unterschiedlichen Wünsche und Interessen unter einen Hut zu bekommen und dabei auch die finanziellen Möglichkeiten unserer Gemeinde im Blick zu behalten.

Was ist dir bei der Zusammenarbeit im Gemeinderat und im Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig?

Ganz einfach: Dass wir offen und vernünftig miteinander reden!

Wir müssen im Gemeinderat nicht immer einer Meinung sein. Das wäre wahrscheinlich auch ziemlich langweilig. Unterschiedliche Ansichten gehören dazu und können sogar hilfreich sein, um gute Lösungen zu finden.

Wichtig ist mir, dass wir respektvoll miteinander umgehen und am Ende gemeinsam Entscheidungen treffen, die für unsere gesamte Gemeinde sinnvoll sind.

Besonders am Herzen liegt mir, die Bürgerinnen und Bürger künftig noch stärker einzubeziehen. Ich möchte frühzeitig über wichtige Themen informieren, Entscheidungen nachvollziehbar machen und die Menschen ermutigen, ihre Ideen und Anregungen einzubringen.

Unsere Dorf-App bietet dafür eine gute Möglichkeit. Sie soll nicht nur informieren, sondern auch den Austausch innerhalb unserer Gemeinde fördern.

Und natürlich kann mich jeder gerne persönlich ansprechen. Oft lassen sich Dinge in einem direkten Gespräch viel einfacher klären.

Wenn du auf die kommenden fünf Jahre blickst: Was möchtest du für unsere Gemeinde erreichen?

Ich würde mich freuen, wenn wir in fünf Jahren sagen können: Wir haben gemeinsam einiges auf den Weg gebracht!

Mir geht es dabei nicht nur um einzelne Projekte. Ich möchte, dass unsere Gemeinde ein Ort bleibt, an dem sich Jung und Alt wohlfühlen, unsere Dörfer ihren besonderen Charakter behalten und wir trotzdem offen für neue Entwicklungen sind.

Unsere Vereine, Feuerwehren und die vielen ehrenamtlich Engagierten leisten dafür einen unglaublich wichtigen Beitrag. Dieses Engagement möchte ich auch weiterhin unterstützen und fördern.

Auch der Erhalt unserer Kamper Mühle liegt mir persönlich sehr am Herzen. Sie ist ein Stück Heimat und gehört einfach zu unserer Gemeinde.

Besonders freuen würde es mich, wenn wir es schaffen, noch mehr Menschen für das Dorfleben und die Entwicklung unserer Gemeinde zu begeistern.

Ich bin kein Freund von großen Versprechungen. Mir ist lieber, wir packen die Dinge an und kommen Schritt für Schritt voran.

Was möchtest du den Bürgerinnen und Bürgern zum Start deiner Amtszeit noch mit auf den Weg geben?

Zunächst möchte ich mich ganz herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und auf viele persönliche Begegnungen und Gespräche.

Unsere Gemeinde lebt von den Menschen, die hier wohnen und sich engagieren. Ob in den Vereinen, bei der Feuerwehr oder einfach in der Nachbarschaft – ohne dieses Engagement wäre vieles gar nicht möglich.

Deshalb wünsche ich mir, dass wir auch in Zukunft zusammenhalten, miteinander reden und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Ich habe immer ein offenes Ohr für Ideen, Anregungen und natürlich auch für konstruktive Kritik. Nicht jeder muss mit allem einverstanden sein, was wir im Gemeinderat entscheiden. Aber mir ist wichtig, dass jeder weiß, dass seine Meinung gehört und ernst genommen wird.

Ich freue mich auf die kommenden Jahre und darauf, gemeinsam mit euch die Zukunft unserer Gemeinde Welle zu gestalten!